Produktvision und Designsystem für die neue Streamingplatform

Design LeadFFW/Jakala
Produktvision Designsystem Multi-Device Modularisierung Automatisierung

Ausgangslage

Worum es ging

Das ZDF hat seine Streamingplatform neu gebaut: für Web, Mobile Apps, Smart TV und HbbTV. Vier Geräte, vier Arten der Bedienung, von der Maus bis zur Fernbedienung.

Dazu kam eine zweite Anforderung. Die Oberflächen sollten nicht mehr von Hand zusammengestellt werden, sondern automatisch aus Daten entstehen. Teaser, Kacheln und Collections werden dynamisch gefüllt und später personalisiert.

Das geht nur mit einem System. Wird jede Kachel einzeln gestaltet, kann sie nicht automatisch befüllt werden. Fehlen die Regeln für die Gestaltung, sieht das Ergebnis zufällig aus.

ZDF Streaming auf TV, Desktop und Smartphone.

Der Prozess

Eine Kachel, die jeden Inhalt trägt, auf jedem Gerät

Ein Design-Framework für alle Geräte: Web, Mobile, Tablet, TV und HbbTV. Es enthält ein responsives Grid, eine gemeinsame visuelle Sprache, Regeln für Bewegung und die Vorgaben für Barrierefreiheit nach WCAG 2.2. Jede Komponente, von der Navigation bis zum Teaser, verhält sich gleich, egal ob sie per Touch, Fernbedienung oder Tastatur bedient wird.

Ein Raster von 320 px bis 5K, dazu Android TV.

Die Farben liegen als semantische Tokens im System. Komponenten greifen auf Rollen zu, nicht auf feste Farbwerte. Bei automatisch zusammengestellten Collections liest das System die Farben aus dem Bildmaterial und überträgt sie auf die ganze Gruppe. So passen die Flächen zusammen, ohne dass jemand sie einzeln einstellt.

Die Farbwelten entstehen aus dem Bildmaterial und färben die ganze Collection.

Die wichtigste Komponente ist die Teaser Tile. Sie nimmt sehr unterschiedliche Inhalte auf und bleibt dabei im Rahmen der Marke. Größe, Anordnung und Metadaten passen sich automatisch an. Die Kachel funktioniert für redaktionell ausgewählte Inhalte genauso wie für automatisch erzeugte.

Eine Kachel für verschiedenste Collections, Kampagnen, Livestreams, Filme und Downloads.

Die Design Tokens sind gemeinsam mit Engineering in Storybook dokumentiert. Design und Entwicklung arbeiten seitdem mit denselben Werten.

Ergebnis

Was es gebracht hat

Die Platform läuft auf einem gemeinsamen Framework statt auf vier getrennten Gerätefassungen. Ein neues Inhaltsformat braucht keine neue Kachel, sondern nur eine andere Konfiguration der vorhandenen. Redaktionell ausgewählte und automatisch erzeugte Inhalte stehen nebeneinander, ohne dass der Unterschied auffällt. Farbentscheidungen werden einmal im System getroffen und gelten überall.

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