ORF SOUND: Audio-Streamingplatform mit kuratierten Inhalten

Design LeadORF Online und Teletext GmbH
Designsystem Multibrand-Theming Design Governance Barrierefreiheit Skalierbarkeit

Ausgangslage

Worum es ging

ORF SOUND ist die Audio-Streamingplatform des Österreichischen Rundfunks. Sie bringt zwölf Radiomarken zusammen: drei nationale und neun regionale, jede mit eigener Redaktion, eigenem Publikum und eigenem Logo. Eine eigene SOUND-Redaktion kuratiert daraus frei und stellt alle Audio-Inhalte selbst zusammen.

Die Aufgabe war, diese zwölf Marken auf einer Oberfläche zu vereinen, ohne den Sendern ihre redaktionelle Identität zu nehmen. Zwölf Logos nebeneinander hätten die Platform in zwölf Bereiche zerlegt. Eine Oberfläche ganz ohne Unterscheidung hätte die Sender unsichtbar gemacht.

SOUND war das erste Projekt des Hauses, für das ein Designsystem entwickelt wurde.

SOUND mobil: Startseite, Radio-Dashboard, kuratierte Playlist.

Der Prozess

Eine Farbrolle statt eines Logos

An die Stelle der zwölf Senderlogos trat ein semantisches Color-Theming-System, verankert im Designsystem. Jede Marke bekommt eine Farbrolle statt eines Logos. Die Komponenten greifen auf diese Rolle zu. Die Platform sieht überall gleich aus, und man erkennt trotzdem, von welchem Sender ein Inhalt kommt.

Der Effekt geht über die Optik hinaus. Wenn eine Marke als Farbe im System liegt und nicht als Bild in der Oberfläche, lassen sich Inhalte nach Thema zusammenstellen statt nach Sender. Ein Thema kann Beiträge aus mehreren Sendern führen, ohne in mehrere Absender zu zerfallen.

Darunter liegt eine semantische Komponentenlogik: Farben, Zustände und Abstände sind als Rollen definiert und nicht als feste Werte. Dazu kamen Vorgaben für Barrierefreiheit nach WCAG und Prozesse für Qualitätssicherung und Design Governance, abgestimmt mit Produkt, Redaktion und Technik.

Das Framework war nicht nur für SOUND gebaut, sondern so angelegt, dass es weitere Produkte tragen kann.

Maxiplayer-Ansicht mit Farbwelten der Radiosender.
Startseiten – Maxiplayer-Flow mit Cardflip.
Maxiplayer-Flow mit weiteren Inhalten.

Ergebnis

Was es gebracht hat

Zwölf Radiomarken laufen auf einer Platform, ohne dass eine davon verschwindet. Inhalte lassen sich nach Thema kuratieren statt nach Sender. Eine neue Marke oder ein neues Format braucht kein weiteres Logo in der Oberfläche, sondern eine Farbrolle im System. Dasselbe Fundament trägt heute ORF ON, die Video-Streamingplatform des ORF.

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